Sünde löffeln

Piparkakku

Piparkakkuja – finnische Weihnachtsplaetzchen

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Ich wurde von meiner Freundin Heide gefragt, ob man in Finnland zu Weihnachten auch Plätzchen backt. Da habe ich wirklich festgestellt, dass wir in Finnland eigentlich nur eine Art von Weihnachts-Plätzchen haben und das  sind die Piparkakkus. Übersetzt heisst das Pfefferkuchen, aber es sind eine Art Spekulatius mit  vielen weihnachtlichen Gewürzen wie Ingwer, Nelke, Zimt und Kardamom. Für diese Piparkakkus  gibt es in Finnland fertige Gewürzmischungen, genau wie es hier auch Spekulatius- oder Lebkuchengewürze gibt.  Und als Teig ist dies in Finnland eins der beliebtesten zum Naschen!

Hier werde ich auch wieder eine Ausnahme machen und das ganze Rezept veröffentlichen, so dass Ihr ein bisschen Abwechslung zu den deustchen Weihnachtsplätzen haben könnt. Aber wie gesagt: Der Teig ist richtig lecker…

 

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Piparkakku trifft auf Vanillekipferl – eines meiner liebsten deutschen Weihnachtsplätzchen!

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Teiggrösse: 1.350 g

200 g Butter in Zimmertemperatur

210 g Zucker

150 ml Sirup, dunkel wenn möglich

2 Eier

600 g Weizenmehl

2 EL Natron

4 EL lauwarmes Wasser

2 TL Zimtpulver

2 TL gemahlenen Ingwer

2 TL gemahlene Nelke

1 Tl gemahlenen Kardamom

1 Tl gemahlene Pomeranzenschale

Den Sirup zusammen mit dem Zucker und allen Gewürzen aufkochen und auf kleiner Flamme 10 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch mal umrühren. Dann die Butter dazu geben und gut umrühren, bis die Butter geschmolzen ist.

Die Mischung jetzt auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Ca. 1/10 des Mehles und die Eier in die Mischung mit einem Holzlöffel einarbeiten. Natron mit Wasser mischen bis es sich auflöst und dies in den Teig unterrühren. Jetzt das restliche Mehl in kleinen Mengen zu geben und immer gut verrühren bevor Ihr mehr Mehl rein tut. Irgendwann wird der Teig so fest, dass Ihr am besten mit den Händen weiter knetet bis der Teig glatt ist. Den Teig in Frischhaltefolie einpacken und am liebsten über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Ihr könnt auch z. B. die Häfte des Teiges einfrieren und später bearbeiten.

Am nächsten Tag den Ofen auf 220° erhitzen.

Den kühlen Teig in kleinere Teile teilen und dann auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen und mit Ausstechformen schöne Plätzchen ausstechen.

Backzeit 4-5 Minuten in der Mitte des Ofens

Hinweise:

Dieser Teig ist wirklich ein sehr fester Teig, also nicht glauben, dass Ihr was falsch gamacht habt, weil der so hart ist.

Es kann sein, dass es schwierig wird, die gemahlene Pomeranzenschalen zu finden. Wenn Ihr sie nicht bekommt, dann lasst sie einfach weg! Ich bringe sie mir immer aus Finnland mit…

Wenn Ihr nur den Teig essen möchtet und keine Piparkakkus backen möchtet, dann lasst das Natron weg.

Und der ultimative Geheimtip ist: Die Piparkakkus schmecken so was von gut mit Blauschimmelkäse! Also nur wenn man Blauschimmelkäse mag,  natürlich… In Finnland isst man sowieso gerne süss und salziges zusammen.

Ich wünsche Euch viel Spass beim Backen und beim Teig naschen und habt eine ganz tolle Adventszeit!

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