Sünde löffeln

Pulla

Eine kleine Teiggeschichte…

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Es ist Freitag, ein beliebiger Freitag in den Siebziger-Jahren in Helsinki.  Unto, der Postbote ist glücklich – denn es ist  der Tag in der Woche, wo seine Route zu gehen noch mehr Spass macht, als an all den anderen Tagen.

Unto nähert sich der Straße Liisankatu 15, wo er gleich den Höhepunkt der Woche erleben wird. Er kann es kaum erwarten, nur noch 100 Meter ist er entfernt! Am Haus angekommen klingelt er an der Tür, Mama Lindroos öffnet das Küchenfenster – wie immer -  und wirft Unto ein Stück Hefeteig in den Mund. Er ist selig, das Wochenende ist gerettet, denn er hat wieder  ein Stück von seinem Lieblingsteig bekommen! Auf Mama Lindroos ist doch immer verlass…

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Ob ihr es glaubt oder  nicht: diese Geschichte ist wahr! Ich habe nur den Straßennamen und Mama Lindroos´ Namen verändert.

Diese Geschichte stammt von meiner ehemligen finnischen Kollegin Anneli, die ich neulich getroffen habe. Ich hatte ihr von meinem Blog über Kuchenteige erzählt und da hat sie mir diese Geschichte aus ihrer Kindheit erzählt. Freitags hat ihre Mutter immer die finnischen Korvapuustis gebacken. Das sind die berühmten Zimtschnecken, die jeder Finne liebt – außer Unto, er liebte mehr den Hefeteg.

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Diese Geschichte ist so schön, dass ich sie mit euch teilen wollte. Das zeigt, was für eine Freude Kuchenteig einen bereiten kann.

Und was ist die Moral der G´schicht?

Unterschätze ein Stück Teig bloß nicht!

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Dem Hefeteig veröffentliche ich hier als Naschteig nicht, da ich glaube, dass es nicht so gut ist frische Hefe zu essen. Jedenfalls nicht in großen Mengen…

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